Heiler oder Praktiker?

„Was du hast schon wieder einen Zahnarzttermin?“ – war eine häufige Frage meiner Mutter, die nur hinging, wenn es unvermeidbar war. Ich dagegen war sehr bedacht, was meinen Körper anging – immer!!! Im Teeniealter gab es für mich kein Abendbrot wegen der Figur, immer saisonales Obst und Gemüse. Sport war immer nur in Maßen mein Begleiter, dafür aber immer. Mein Sprachstudium schien der Knaller zu sein, war dann aber ein Flop – zu viel Theorie. Ok, dann mach ich erst einmal etwas, um Geld zu verdienen – das war dann die Ausbildung zur, damalig noch, Zahnarzthelferin. Nach verkürzter Ausbildung stürzte ich mich in den Beruf, bildete mich fort, beriet über zahngesunde Ernährung, belas mich in alternativen Methoden zur Gesunderhaltung des Gebisses, gab dies weiter – mit gutem Erfolg.

Dann der erste Gedanke, Heilpraktikerin zu werden – Mann, Familie, Beruf etc. – nicht gestartet. Später 2 Kinder, unschöne Erfahrungen mit Kolleginnen, familiäre Schwierigkeiten – Psychotherapie, Heilpraktikerbesuch. Dort ließ ich in mein Inneres sehen. „Sie waren einmal eine große Heilerin“, waren die Worte. Jetzt oder nie, dachte ich – und heute bin ich praktisch geheilt von allen Dingen, die den Weg bisher versperrt haben. Heilpraktikerin ist eine besondere Tätigkeit – da bin ich dann endlich wieder ganz bei mir.

 
Autor: Cordula Pfeifer