Vom Suchen und Gefunden werden

Wird meine Berufung mich finden? Vermutlich ist das der richtigere Weg zu ihr zu gelangen als nach ihr zu suchen. Denn wenn es das Richtige ist, dann spürt man das meistens. Um zu spüren, muss man allerdings in sich hinein hören und die kleinen Stimmen und Schwingungen zulassen, hinhören und erkennen. Aktives Suchen macht einen meistens blind für genau diesen Prozess.

Wie also lässt man los, so dass man spürt was es anzupacken gilt? Die Frage treibt mich nun schon eine Weile um. Und wenn ich dann was spüre, dann kommen die internen und externen Zweifler und stellen in Frage, das das Gespürte richtig ist bzw. wie man damit dann seinen Lebensunterhalt bestreiten kann. Dabei ist auch hier das Geheimnis loszulassen und zu vertrauen. Denn wenn man etwas aus voller Überzeugung tut und dabei aus Liebe gibt, dann kommt der Erfolg von ganz allein. Automatisch werden sich Menschen zu einem Angebot hingezogen fühlen, dass authentisch und herzlich ist. Denn sie spüren, dass es nicht in erster Linie des Geldes wegen angeboten wird. Sie spüren, dass sie etwas Echtes erhalten.

Was hält mich also auf? Ich muss es einfach machen. Der Unterschied zwischen Menschen, die Berufung leben und die Berufung suchen ist das die Einen es machen und die anderen es auf einen Zeitpunkt in der Zukunft zu verschieben – immer wieder. Bisher kann ich mich leider noch nicht davon freisprechen. Ich möchte also gefunden werden um ganz sicher zu sein, dass ich das Gefundene von Herzen geben kann. Und dann gibt es auch eine Geschichte zu erzählen.

 
Autor: Bianca K